Transurethrale Prostatahyperthermie


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Schema der Prostatahypethermie
Schema der Prostatahypethermie

Prostata-Hyperthermie

Die Prostata-Hyperthermie kann als Alternative zur Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs und der gutartigen Prostatavergrösserung, aber auch beim Prostatitis- Schmerzsymptom überlegt werden.

Beim Prostatakarzinom wird meist eine begleitende Hormontherapie empfohlen. Mit Prostatahyperthermie kann auch ohne vorhergehende Biopsie behandelt werden, siehe auch: Biopsie? Operation?

Die Prostata- Hyperthermie stellt eine Alternative zu operativen Behandlungsmaßnahmen dar, sollten sich die bestehenden Beschwerden nicht bessern, das Karzinom nicht genügend ansprechen ist eine evtl. notwendige Operation oder Strahlentherapie auch nach Thermotherapiebehandlung jederzeit möglich.

Vorgehensweise:

Nach Einspritzen eines lokalen Betäubungs- und Gleitmittels in die Harnröhre wird ein Spezialkatheter eingelegt und fixiert. Während der Therapie liegt der Patient auf einer bequemen Liege. Er wird über den Katheter mit dem Therapiegerät verbunden. Das Gerät erwärmt die Vorsteherdrüse auf 48 – 52 Grad und hält diese Temperatur über die in der Regel erforderlichen 180 Minuten.

So kommt es zu einer selektiven Zerstörung von Krebsgewebe in der Prostata. Dadurch dass das Tumorgewebe im Organ abstirbt und das umgebende gesunde Gewebe nicht geschädigt wird, werden Immunzellen aktiviert, die das tote Gewebe abtransportieren und es anderen Immunzellen präsentieren, so dass es zu einer spezifischen Immunentwicklung kommen kann.

Eine Vollnarkose ist dabei nicht nötig, sondern nur eine lokale Betäubung. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden. Meist sind nur zwei Therapien notwendig.

Transurethrale Prostatahyperthermie

Hyperthermiebehandlungen bei Prostatabeschwerden oder Erkrankungen haben sich bei uns als eine der erfolgreichsten Therapien etabliert. Zur Anwendung kommt in der Regel eine Transurethrale Hyperthermie und als wichtige Ergänzung eine kurze Serie milder – moderater Ganzkörperhyperthermie. Ihre individuelle Therapie wird anhand der Beschwerdesymptomatik und vorliegenden Befunde sorgfältig geplant.

Prostatitis (Prostataentzündung):

Eine Heilung dieser Erkrankung kann bei vielen – oft auch jungen Männern – schwierig sein. 90 Prozent (!) der Prostataentzündungen sind einer Publikation des Deutschen Ärzteblattes zufolge nicht bakteriell bedingt, Antibiotika also nicht indiziert [1]. Unser multimodaler Therapie Ansatz mit Hyperthermie und naturheilkundlichen Substanzen hat sich bei der chronischen Prostatitis inzwischen außerordentlich bewährt.

Symptome für eine Prostataentzündung können Schmerzen im Unterbauch und Rücken, Probleme beim Wasserlassen, Druckgefühl im Dammbereich, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und auch ein erhöhter PSA-Wert sein. Therapeutisch können hier bei den seltenen bakteriellen Prostataentzündungen Antibiotikagaben, bei den nicht-bakteriellen Prostataentzündung Ganzkörperhyperthermien, lokale Tiefenhyperthermien im Bereich der Prostata, eine Prostata-Thermotherapie und ein individuelles Orthomolekulares Konzept nach Laboranalyse mit antientzündlicher und immunstabilisierender Wirksamkeit sehr hilfreich sein.

[1] Dtsch Arztebl Int. 2009 Mar;106(11):175-83. Epub 2009 Mar 13.

Prostatahyperplasie (Prostatavergrösserung)

Auch bei der gutartigen Prostatavergrößerung, die in Extremfällen eine Operation oder das Tragen eines Katheters erforderlich macht, konnten wir mit Hyperthermiebehandlung beeindruckende Erfolge erzielen.

Die gutartige Prostatavergrößerung ist eine häufig auftretende Erkrankung bei Männern ab 50 Jahren und kommt ungefähr bei jedem 10. Mann vor. Sie entsteht durch Knoten (Adenome), die in unterschiedlicher Größe wachsen und oftmals die Harnröhre oder die Harnblase eindrücken. Dies hat häufiges Wasserlassen und die Abschwächung des Harnstrahls zur Folge.

Prostatakarzinom - Prostatakrebs

Solange der Krebs auf die Prostata begrenzt ist, ist eine vollständige Heilung möglich. Fünf Jahre nach der Ersttherapie leben heute noch 80% der Patienten, wenn der Tumor früh entdeckt wird und auf die Prostata beschränkt ist, sind es mehr als 90%. Um den Tumor zu beseitigen wurden bisher fast reflektorisch eine Operation (Prostatektomie) oder Strahlentherapie vorgeschlagen und durchgeführt. Hieraus resultiert die Gefahr von Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Erektionsstörungen.

Immer häufiger greift man heute auf schonende Methoden zurück, da auch eine abwartende Haltung (watch & wait) – besonders bei älteren Patienten – seine Berechtigung hat und deshalb immer mehr mit invasiven Methoden wie Prostatektomie abgewartet wird. Viele Männer nehmen daher – nach sorgfältiger Aufklärung und Therapie Planung – die Methode der lokalen Prostatahyperthermie teils in Kombination mit zeitlich begrenzter Hormontherapie und umfassendem orthomolekularem Therapieprogramm in Anspruch – mit gutem Erfolg. Aber auch in Kombination mit einer Strahlentherapie bietet sich die Hyperthermie als wertvolle Synergie an – Hyperthermie verbessert den Sauerstoffpartialdruck im Krebsgewebe und erhöht so die Sensibilität gegenüber ionisierender Strahlung.

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