Ganzkörper - Hyperthermie


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Foto: Mag. Veronika Csuport

Es ist der menschliche Organismus, den wir als Lehrmeister für unsere Behandlungen genommen haben. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur aktiviert der Körper starke Selbstheilkräfte und beschleunigt so nachhaltig die Genesung.

Hyperthermie ist die gezielte Erhöhung der Körperkerntemperatur. Sie gilt als eines der effektivsten Therapieverfahren der physikalischen Medizin. Aus nicht wirklich geklärten Gründen verliert unser Körper im Laufe des Lebens häufig diese Fähigkeit zu Fiebern.


Modulation des Immunsystems

Zentraler Wirkmechanismus der Hyperthermie: Die Regulation des alles verbindenden Grundsystems (Matrix) bis tief in den Körperkern und die natürliche Modulation des Immunsystems. Hyperthermie initiert einen fieberähnlichen Zustand und bewirkt so eine intensive, anhaltende Erhöhung der Körperkerntemperatur auf bis zu 41°.

Hyperthermie aktiviert so die natürlichen Eigenheilkräfte des Körpers.

Sehr gut verträgliches Infrarot

Die Überwärmung erfolgt durch reines Infrarot-A auf der Iratherm 1000 -Liege oder mittels reflexionsgestreuter Infrarot Misch-Strahlung (A-B-C) im Heckel- Bett.

Hyperthermie im Vergleich zur Sauna

Bei einem Saunabesuch haben sie zwar ein starkes Hitzegefühl an der Hautoberfläche, die Körperkern- Temperatur erhöht sich aber nur geringfügig.

Ein so heilwirksamer und fieberähnlicher Zustand kann nur mit einer medizinischen Ganzkörper- Hyperthermieanlage erreicht werden.

Zur Nachsorge ist die Anwendung von Infrarotkabinen oder Sauna durchaus sinnvoll.

Heilsames Fieber

Unser Wärmeregulationszentrum stellt die Körperwärme sorgfältig auf eine nahezu gleiche Temperatur um 37 °C ein. Für Abwehr- und Heilungsvorgänge erhöht die Natur von sich aus die Körpertemperatur um 1-4 °C, ein Vorgang den wir als Fieber kennen.

Fieber ist keine Krankheit

Fieber ist also keine Krankheit für sich, sondern eine natürliche und vitale Abwehreaktion gegen krankmachenden Bakterien und Viren. Im Fieberzustand werden Krankheitserreger eliminiert, Stoffwechselvorgänge beschleunigt und die Entgiftung des Körpers läuft auf Hochtouren.

Wer kennt nicht das Gefühl sich nach intensivem Fieber wie neugeboren zu fühlen ?

Wertvolles Fieber

Leider wird dieser wertvolle Vorgang oft gestört, weil ohne Bedarf oder viel zu früh fiebersenkende Medikamente gegeben werden.

Auch stellt die Medizin mehr und mehr fest, dass die natürliche Fähigkeit Fieber zu entwicklen, verloren geht (Thermoregulationsstörung). Die Idee Fieberzustände bewusst zu erzeugen ist also naheliegend.

Krebserkrankungen: Fieber fehlt

Wie Dr. med. Ralf Kleef schon 2001 zeigte, fehlt bei Krebskranken meist die Fähigkeit zu fiebern, und zwar schon viele Jahre bevor die Krebserkrankung auftritt. Auch ist bekannt daß

Spontanremissionen bei Krebserkrankungen mit starken Fieberschüben einhergehen. (Quelle: Kleef R et al. Fever, Cancer Incidence and Spontaneous Remissions; Neuroimmunmodulation 2001, 55-64, Karger Verlag, Schweiz)

Wir informieren Sie gerne persönlich. Treten sie mit uns in Kontakt.

Geschichte der Hyperthermie

Die heilbringende Wirkung des Fiebers faszinierte die Heilkundigen, seit es schriftliche Überlieferung gibt.

Uralte Erfahrung

Älteste bekannte Methode zur Überwärmung des ganzen Körpers ist die indianische Schwitzhütte.

Aus dem alten Ägypten und Griechenland gab es Berichte, dass chronische Leiden nach dem Überstehen eines kurzen, hohen Infektionsfiebers unerwartete Besserung oder gar Heilung erfuhren.

Die Ägypter verordneten Bäder in heissem Wüstensand; die Antike kannte die heilsame Wirkung von Thermalbädern.

„Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich heile alle Krankheiten"

Der griechische Arzt und Philosoph, Parmenides, 540-480 v. Chr

Erfolge in der Krebstherapie

Um 1900 gelang es dem amerikanischen Arzt Dr. William Coley, fiebererzeugende Substanzen zur Behandlung von Krebs einzusetzen- mit beachtlichem Erfolg.

Nobelpreis für Fiebertherapie

Der Wiener Arzt Wagner- Jauregg behandelte Syphilis-Kranke mit Malaria-Erregern und erzeugte so heftige Fieberschübe. 80% der Patienten konnten geheilt werden; für diese Leistung wurde Ihm 1927 der Nobelpreis verliehen.

Überwärmungsbad

Vielen ist noch das Überwärmungsbad mit steigender Temperatur in der Badewanne bekannt. Es wurde bis in die 50er Jahre auch noch in österreichischen Krankenhäusern eingesetzt. Dieses stundenlang angewendete Verfahren ist durchaus wirksam, belastet aber den Kreislauf wie Hautoberfläche sehr.

Wir wenden zur Hyperthermie gut verträgliche Infrarot -A oder A-B-C Mischstrahlung an. Diese ist dem Sonnenlicht sehr ähnlich, aber frei von UV-Strahlung.

Wie wirkt Hyperthermie auf den Körper?

Zentraler Wirkmechanismus der Hyperthermie: Die Regulation des Grundsystems (Matrix) bis tief in den Körperkern und die natürliche Modulation des Immunsystems.

So kann sowohl ein zu aggressives Immunsystem (Autoimmunerkrankungen wie zB. bei Rheuma) als auch ein zu schwaches (z.B. Immundefizite) ausbalanciert werden.

Das Grundsystem des Körpers

Das Grundsystem (Matrix) des Körpers bildet einen minimalen Zwischenraum zu allen Zellen, Blutgefässen und Organen. Dieser Zwischenraum ist von Fasern und Flüssigkeit gefüllt. Die Nervenfasern verästeln sich hier "aufs Feinste".

Das Grundsystem ist das Verbindungsmedium für ALLE Zellen des Körpers, denn es ist für die Reizleitung, Nährstoffversorgung und Entsorgung verantwortlich. Alle zentralen Vorgänge unserer Immunabwehr passieren hier.

Nervenreize laufen durch das Grundsystem

Unsere Nervenreize und biochemischen Vorgänge funktionieren nur über dieses Grundsystem, das ca. 75% der gesamten Körpermasse ausmacht.

Ist die Funktion der Matrix durch Bewegungsmangel, Stress, schlechte Ernährung und Umweltgifte gestört, können chronische Krankheiten entstehen, die sich Standardtherapien hartnäckig widersetzen.

Hyperthermie öffnet die Matrix

Unter Hyperthermie, dem „künstlichen Fieber", wird diese Körper-Matrix weitgestellt und es kommt zu einer intensiven Durchblutungssteigerung, Reinigung und Verbesserung der Sauerstoffversorgung des gesamten Organismus.

Das Immunsystem reagiert mit einer starken Produktion natürlicher Helfer- und Killerzellen.

Mit Hyperthermie erreicht man:

Steigerung des Stoffwechsels, Erhöhung der Durchblutung von Organen und Geweben, besserer Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten und Schadstoffen (Entgiftung), Anregung und Harmonisierung des Immunsystems, Aktivierung von chronischen Entzündungsprozessen, um einen Heilungsvorgang einzuleiten, Entspannung der Muskulatur, Tiefe psychische Entspannung

Hyperthermie unterstützt Ihre vorhandene Therapie

Hyperthermie ist eine hervorragende Basistherapie im Rahmen von schulmedizinischen wie ganzheitlichen Therapiekonzepten und bringt diese zur vollen Wirktiefe. Mit nur 3 ambulanten Anwendungen können bereits gute Ergebnisse erzielt werden. Eine Behandlung dauert zwischen 11/2 und 3 1/2 Stunden.

Anhaltende, medizinisch wirksame Tiefenwärme kann in der Sauna oder Infrarotkabine so nicht erzeugt werden.

Die Eigenregulation und Selbstheilbestrebungen des Körpers werden aktiviert- eine Chance bei vielen Erkrankungen!

Hyperthermie- Behandlungsablauf

Die Wärmeübertragung in den Körper erfolgt mittels gut verträglicher Infrarotstrahlung. Diese Wärmestrahlung ist dem Sonnenlicht sehr ähnlich, aber frei von UV-Strahlung.

Von der Körperschale ins Innere

Anfangs werden die die oberen Hautschichten erwärmt. Die Blutzirkulation des Körpers transportiert die Wärme von der Körperschale ins Körperinnere.

Es dauert vorerst ca. 1/2h bis die Wärme zu den Knochen vorgedrungen ist. Die Köperkerntemperatur beginnt sich nun langsam zu erhöhen. Wir kennen hier die

  • milde Hyperthermie < ca. 38,5° C (<101 ° F appr.)
  • moderate Hyperthermie 38,5°- 40,5° C (101°- 105° F appr.)
  • extreme Hyperthermie >40,5° Grad (>105° F)

Die Erfahrung zeigt, dass auch die milde Hyperthermie sehr wirksam ist. Unsere Schwestern beobachten den Vorgang sorgfältig, sprechen mit Ihnen und reichen Getränke.

Wärmestau- und Abkühlphase

Der Ausklang der Hyperthermie ist die Wärmestau- oder Abkühlphase. Beim Heckel- Bett wird die Zeltkabine über dem Körper zusammengefaltet und verlangsamt die Wärmeabgabe. So wird sich die Körperkern- Temperatur noch etwas erhöhen, obwohl die die Infrarot-Strahlung schon abgeschaltet ist.

Beim Iratherm- Bett wird die Bestrahlungsleistung schrittweise gesenkt, bis die Körpertemperatur fast Normalniveau erreicht hat.

Nachdem der Körper weitgehend abgekühlt ist, können Sie warm duschen. Die meisten Menschen fühlen sich nach der Hyperthermie sehr wohl und entspannt, erfahrungsgemäß verbessert sich auch die Schlafqualität nach einigen Behandlungen.

Die Behandlung wird stets ambulant durchgeführt- sie können anschliessend nach Hause zurückkehren. Falls gewünscht, können Sie nach dem Duschen noch nachruhen

Heckel- Hyperthermie

Die deutsche Firma Heckel arbeitet seit den den 60er- Jahren an der Entwicklung und Verbesserung dieses Hyperthermiebetts.

Sie liegen in einer weichen Zeltkabine und können sich frei bewegen. Sie sind mit einem Leintuch oder einer dünnen Decke zugedeckt.

Die Öffnung über Ihrem Kopf lässt sich individuell vergrössern, nach Absprache kann der Kopf auch ausserhalb der Zeltkabine gelagert werden. Viele Patienten schätzen den persönlichen Rückzugsraum in der Zeltkabine.

Reflexionsgestreutes Infrarot

Die Infrarot-Strahler geben die die Wärmestrahlung (A-B-C Mischstrahlung) zur Körpermitte und an die reflektierenden Wände ab. Durch die Reflexion wird die Wärme gleichmässig in der Zeltkabine verteilt und bildet eine ruhende Warmluftschicht um Ihren Körper. Die Infrarotstrahlung beginnt den Körper nun gleichmässig zu erwärmen.

Das Heckel- Bett ist vielfältig einsetzbar bei einer Behandlungsdauer von ca. 2h -4h (milde und moderate Hyperthermie) bis hin zur Langzeit- Hyperthermie (ca. 8h ).

Iratherm- Hyperthermie "schwebend" im Netz

Die Iratherm - Hyperthermieliege wurde durch das "Von Ardenne-Institut" in Deutschland entwickelt.

Reines Infrarot-A

Bei diesem Gerät liegen sie auf einem gut gespannten Netz, ähnlich einer Hängematte. Die Bestrahlung erfolgt von unten mittels reiner, wassergefilterter Infrarot-A Wärmestrahlung. Reines Infrarot- A darf nur vom Arzt angewendet werden.

Infrarot- A dringt tief ein

Zur optimalen Wärmeverteilung sind sie mit einer reflektierenden Folie bedeckt. Wassergefiltertes Infrarot dringt tief in die Haut ein und führt zu einer raschen Erwärmung des Körpers. Die Strahlungleistung lässt sich beim Iratherm fein dosieren.

Schwebend im Netz

Vielen Patienten gefällt das Gefühl ohne Einengung frei im Netz zu "schweben". Die Wirbelsäule ist entspannt und kann gleichmässig mit bestrahlt werden. Bei Beschwerden des Bewegungsapparat ist diese Anwendung besonders geeignet.

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